5 provokante Thesen zu Web-Content-Management-Systemen im archivfachlichen Kontext!

Nachfolgend werden 5 Thesen in konziser Form schlaglichtartig erläutert. Ziel ist die offene Diskussion und Vertiefung der nachfolgend dargelegten Gedankengänge. Widerspruch und Kontroversen sind erwünscht. Insofern hofft der Verfasser auf rege Beteiligung.

These 1:

Web-Content-Management-Systeme (WCMS) sind leicht bedienbar!

WCMS ist leicht bedienbar und daher für jedermann zugänglich!

These 2:

Web-Content-Management-Systeme vermitteln Geschichte!

Web-Content-Management-Systeme können gewinnbringend für die Vermittlung von Geschichte eingesetzt werden. Durch die einfache Bedienung können schnell Archivalien des Archivs im Netz präsentiert und Geschichten erzählt werden.

These 3: Kompetenzen hinsichtlich der Nutzung von Web-Content-Management-Systemen sind substanziell für die Öffentlichkeitsarbeit des modernen Archivars!

Klassische Formate wie die Ausstellung oder Archivführung bleiben wichtig. Dennoch muss der Archivar sich mit Web-Content-Management-Systemen auskennen. Mittels eines WCMS kann schnell und einfach archivische Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Zeitalter betrieben werden. Bürger wollen mittels Handy und I-Pad schnell auf archivische Angebote zugreifen. Insofern muss der moderne Archivar zumindest kein Informatiker sein und Webseiten von Grund auf selbst entwickeln, aber er sollte über Anwendungskompetenzen im Bereich von WCMS verfügen, um die klassischen archivischen Angebote digital zu erweitern!

These 4: Archivische Angebote mittels WCMS erhöhen die Sichtbarkeit des Archivs und die Nutzung!

Das Archiv präsentiert sich über Archivblogs und zeigt die Potenz des Archivs: Soll heißen: Mit jedem Beitrag können Archivalien des Archivs präsentiert werden. Das Archiv präsentiert sich dadurch im Netz und zeigt die Potenziale der Bestände. Dadurch wird bisweilen die Sichtbarkeit des Archivs im Netz gewährleistet. Denn: Was nicht online und übers Netz auffindbar ist – existiert auch nicht! Die Präsenz mittels eines Archivblogs kann wiederum wertvolle Eigenwerbung sein, sodass Bürger und Interessierte ins Archiv kommen und zur Nutzung der Bestände angeregt werden können!

These 5: Ein Archivblog basierend auf einem WCMS ist moderne zielgruppengerechte Bildungsarbeit und lässt neue Zielgruppen erreichen!

Vergesst dicke Monografien und langatmige akademische Aufsätze! Mittels eines modernen Archivblogs können neue Zielgruppen erreicht werden, die man ansonsten niemals ansprechen könnte. Viele Menschen würden sich nie mit Archiven beschäftigen und finden Archive langwellig! Mit der klassischen archivischen Öffentlichkeitsarbeit (Ausstellungen, Führungen, Vorträge) erreicht man nicht die jungen Generationen. Ein moderner Archivblog vermag vielmehr ganz andere Zielgruppen erreichen, sodass mittels digitaler Angebote (Videos, Podcasts), die durch Web-Content-Management-Systeme präsentiert werden, ganz neue Zielgruppen erreicht werden können!

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